Geschäftsbericht 2024/2025

Jahresbericht 2024-2025 des Präsidenten

Münster, im April 2026

Das Geschäftsjahr 2024 / 2025 verlief wie bereits in den Vorjahren solide, war jedoch erneut mit verschiedenen Herausforderungen verbunden.

Nach der Generalversammlung hat sich der Verwaltungsrat in seiner neuen Zusammensetzung konstituiert und die anstehenden Aufgaben sowie die Zuständigkeiten neu geordnet. Die Zusammenarbeit zwischen den bisherigen und den neu gewählten Mitgliedern war jederzeit konstruktiv und kollegial. Dafür spreche ich allen Beteiligten meinen herzlichen Dank aus.

Ein bereits im Vorjahr begonnenes Projekt war die Überarbeitung unserer Strategie. Dabei war es uns wichtig, nicht komplett neu zu starten, sondern die bestehende Ausrichtung so weiterzuentwickeln, dass der Gast noch stärker in den Mittelpunkt rückt. Die neue Destinationsstrategie liegt nun vor und wird künftig unsere tägliche Arbeit prägen, sowohl im Verwaltungsrat als auch in der Geschäftsstelle und hoffentlich auch bei allen Leistungsträgern.

Wertvolle, wenn auch wenig überraschende Erkenntnisse lieferte die Wertschöpfungsstudie der Fachhochschule HES SO. Sie bestätigte klar, dass der Tourismus im Goms die zentrale Wirtschaftsbranche ist, von der wir alle direkt oder indirekt profitieren. Rund zwei Drittel der gesamten Wertschöpfung im Tal sind darauf zurückzuführen.

Ein bedeutender Aufwand entstand durch die Neuorganisation des Loipenbetriebes. Dieser Bereich wechselte von der OTAG zum Nordischen Zentrum. Während die OTAG die Arbeiten bisher an den Forst Goms ausgelagert hatte, führt das Nordische Zentrum sie nun selbständig aus. In diesem Zusammenhang mussten auch die Präparation der Winterwanderwege und der Unterhalt der Wege im Sommer neu geregelt werden. Dies erforderte von allen Beteiligten viel Entgegenkommen und Kompromissbereitschaft. Allen Beteiligten gilt mein aufrichtiger Dank.

Im Frühjahr 2025 informierte uns die Gemeinde Goms, dass der Mietvertrag für unseren Standort in Münster gekündigt wird, da die neue ärztliche Gemeinschaftspraxis des oberen Goms in diese Räumlichkeiten einziehen soll. Wir begannen umgehend mit der Suche nach einem neuen Standort und prüften mehrere Varianten bei privaten Anbietern, den Gemeinden und der MGBahn. Ausschlaggebend waren das Raumangebot, die Erreichbarkeit mit dem öffentlichen Verkehr und die Kosten. Gestützt auf eine Nutzwertanalyse entschieden wir uns für ein Angebot der Gemeinde Obergoms, die im Gebäude Päsper beim Volg in Ulrichen im Verlauf des Jahres 2026 eine Aufstockung realisieren wird. Bereits heute danke ich allen Mitarbeitenden für ihre Flexibilität, die ab Ostern 2026 an den provisorischen Standorten gefragt sein wird.

In mehreren Sitzungen behandelten wir die geplanten Anpassungen der Reglemente über die Kurtaxen und die Tourismusförderungstaxe. Da kantonale Vorgaben bestehen, die sich laufend weiterentwickeln, sind regelmässige Rücksprachen mit den kantonalen Stellen und den Gemeinden erforderlich. Wir hoffen, im Jahr 2026 in die abschliessende Phase einzutreten. Dazu gehört auch eine Erhöhung der Kurtaxe, die notwendig ist, um der OTAG angesichts steigender finanzieller Anforderungen den nötigen Handlungsspielraum zu sichern.

Abschliessend möchte ich mich bei Samuel und seinem gesamten Team bedanken. Sie erbringen während des ganzen Jahres hervorragende Leistungen für unsere touristische Region – im direkten Austausch mit unseren Gästen, im Marketing und in der Administration. Besonders hervorheben möchte ich den grossen Einsatz für zahlreiche Anlässe und Vereine in der Region, von unten angefangen in der Station Ritz bis hinauf auf den Hungerberg, und insbesondere die jeweils tadellose Organisation des Gommerlaufs, der Jahr für Jahr eine eindrucksvolle Visitenkarte für unser Tal abgibt.

Obergoms Tourismus AG
Tobias Bacher, Verwaltungsratspräsident
tobias.bacher@goms.ch