Er sorgt dafür, dass die ersten Tanzschritte gelingen
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Wie erfolgt die Anreise?
«Obwohl ich es schon als Kind eindrücklich fand, wie sich Menschen mit viel Freude zu Musik bewegen, wurde ich selbst ursprünglich zum Tanzen gezwungen»,
denkt Mathias Hischier schmunzelnd an seine ersten Tanzerfahrungen zurück. «Meine vier Jahre ältere Schwester wollte mit mir Tanzschritte üben, damit sie diese im Ausgang bereits beherrscht. Ich war mit elf Jahren noch fast einen Kopf kleiner, konnte kaum mithalten und hatte auch gar keine Lust dazu.» Doch als er später selbst feiern ging, sei er froh gewesen, die wichtigsten Tanzschritte aus den Übungsstunden mit der grossen Schwester bereits zu kennen – und bald hatte ihn die Faszination fürs Tanzen fest im Griff. «Es gibt kaum eine andere Sportart oder Aktivität, die so vieles vereint: Bewegung, Emotionen und Soziales. Tanzen müsste eigentlich ein Schulfach sein», findet er. «Es löst in mir ein Gefühl der Freiheit aus. Beim Tanzen kann ich richtig loslassen und abschalten.»
Nachdem er auf Partys und Feiern das Tanzen definitiv für sich entdeckt hatte, absolvierte Mathias Hischier zahlreiche Tanzkurse und -workshops. «Von lateinamerikanischen Tänzen wie argentinischem Tango, kubanischem Rumba und Reggaeton über Ballett bis hin zu allen möglichen Unterarten des Jazz habe ich fast alles mal ausprobiert.» Obwohl sein Lieblingstanzstil immer wieder wechsle, sei es derzeit Lindy Hop. «Hinter diesem zur Kategorie Jazz gehörenden Tanzstil steckt eine lange Geschichte und der Kreativität sind fast keine Grenzen gesetzt.» Bei unserem Interview im Eventraum des Hotels Glocke in Reckingen führt der passionierte Tänzer mehrere Lindy-Hop-Schrittfolgen vor und erklärt, dass sogar Saltos Teil dieses Tanzes sein können.
Wie ein Tanzmuffel hier eine neue Leidenschaft fand
Im Eventraum gibt der vom Wirt des Hotels Glocke liebevoll «Dancing Queen» genannte Tanzlehrer regelmässig Tanzkurse und führt Tanzveranstaltungen durch. «Mein Hauptziel dabei ist stets, die Freude am Tanzen weiterzugeben.» Es seien keine Vorkenntnisse nötig und alles, was die Kursteilnehmenden mitbringen müssen, sei Offenheit und die Bereitschaft, etwas Neues auszuprobieren. «Bei den Tanzkursen steigen wir immer langsam ein, damit sich niemand überfordert fühlt», erzählt Mathias Hischier. So sei es ihm immer wieder gelungen, selbst Tanzmuffel zu überzeugen. «Ich erinnere mich gut an einen Mann, der beim Kursbeginn betonte, er sei nur seiner Frau zuliebe hier. Doch nach dem Abschluss des Kurses meldete er sich als allererster gleich für den nächsten an, weil auch ihn die Tanzfreude gepackt hatte.»
Mit seinen Salsa-, Merengue- und Bachata-Kursen sowie -Veranstaltungen bringt Mathias Hischier das lateinamerikanische Lebensgefühl ins Goms. «Ich bemühe mich, eine lockere Atmosphäre zu schaffen, in der sich alle wohlfühlen. Dazu gehört auch, dass wir ab und zu zusammen lachen und so ohne Druck üben.» Welche Tanzschritte aus seinen Kursen sollten alle kennen? «Der Bachata-Grundschritt ist einer der einfachsten überhaupt: Es sind nur vier Schritte hin und her. Merengue ist im Grunde wie Treppensteigen und diesen Grundschritt verinnerlichen auch die meisten schnell.» Wer die ersten Bachata- und Merengue-Schritte beherrsche, verfüge bereits über ein gutes Fundament für viele lateinamerikanische Tänze.
«Es ist alles Übungssache»
Gibt es denn auch Menschen, die überhaupt nicht tanzen können? «Das glaube ich nicht! Das Gerücht, Schweizerinnen und Schweizer hätten ein Gelenk zu wenig für Salsa, hält sich zwar hartnäckig. Ich bin aber überzeugt, dass alles Übungssache und eine Frage der Routine ist», sagt Mathias Hischier. Und zum Üben kommen Tanzbegeisterte diesen Sommer im Goms mit einem grossen Angebot an Tanzunterricht und Tanzveranstaltungen wie den «Summär-Tröimtäg» im August oder den «Swing-Tanztäg» im Oktober 2026.



